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Pressemeldungen Neunkirchen

Brandschutzübung im Landesklinikum: Feuerwehr und Klinikum sind für den Ernstfall bestens gerüstet

NEUNKIRCHEN - Ein Brandfall im Klinikum stellt die Einsatzkräfte vor enorme Herausforderungen. Innerhalb von wenigen Minuten müssen Patienten, Personal und Besucher aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Ständiges Training für den Ernstfall ist dabei unumgänglich. Am vergangenen Wochenende übte die Brandschutzgruppe des Landesklinikums und die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen ein derartiges Szenario

Die Annahme: Ein Brand bricht in einem Patientenzimmer der Station Remobilisation aus. Innerhalb kürzester Zeit vernebelt dichter, beißender Rauch das Zimmer und einen Teil des Ganges. Für solche Szenarien liegen im Landesklinikum vorgefertigte Notfallpläne auf. Innerhalb von wenigen Sekunden werden die Bezirksalarmzentrale der Feuerwehr, die hauseigene Brandschutzgruppe und die Führungskräfte des Klinikums alarmiert. Bereits kurz nach dem Bekanntwerden des Notfalls verschafft sich die Brandschutzgruppe unter der Leitung von DGKP Karl Luegger einen ersten Überblick über das Geschehen.

"Übungen wie hier im Landesklinikum Neunkirchen sind für einen reibungslosen Ablauf im Ernstfall von großer Wichtigkeit. So kann die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen trainiert und im Akutfall die Sicherheit aller im Klinikum befindlichen Personen bestmöglich gewährleistet werden. Mein Dank gilt daher allen Beteiligten für ihren großartigen Einsatz!", unterstreicht LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf die Bedeutung derartiger Übungsszenarien.

Im aktuellen Übungsfall befanden sich zehn bettlägerige Personen in der betroffenen Station. Die Evakuierung erfolgte mit den bereits in den Betten befindlichen Evakuierungstüchern, welche sich bestens bewährt und in der Handhabung als einfach erwiesen haben. So konnten bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits 8 von 10 Personen durch Pflegekräfte in einen sicheren Bereich gebracht werden. Ein reibungsloses Zusammenspiel der einzelnen Stellen ist das Um und Auf in diesen Fällen, auch in unübersichtlichen Situationen ist strukturiertes und planmäßiges Vorgehen der Weg zum Erfolg.

Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen am übungsmäßigen Notfallort ein, sondierten die Lage und holten sich Infos bei der Brandschutzgruppe. "In hochsensiblen Bereichen wie einem Krankenhaus gestalten sich Hilfsmaßnahmen extrem schwierig", weiß Kommandant HBI Ing. Mario Lukas zu berichten. Eine große Anzahl nicht mobiler Betroffener rasch aus der Gefahrenzone zu bergen, stellt selbst für erfahrene Florianijünger eine große Herausforderung dar. Mit schwerem Atemschutz erkundeten die Feuerwehrmänner die Lage im verrauchten Gebäudeteil, bekämpften mittels Löschangriff die (in diesem Fall fiktiven) Flammen und durchsuchten Zimmer nach Verletzten.

"40 Minuten ab Einsatzbeginn hatten wir die Lage vollständig unter Kontrolle", sagt Kommandant Lukas. "Alle im Gebäude befindlichen Personen wurden gefunden, erstversorgt und in den nächsten sicheren Brandabschnitt gebracht." Im Ernstfall hätten sie überlebt. "Die Zusammenarbeit hat reibungslos funktioniert", analysiert Karl Luegger nach der Übung, "und auch in Zukunft werden wir derartige Übungen ansetzen, um im Fall der Fälle weiterhin auf höchstem Niveau helfen zu können." Und der kaufmännische Direktor DKBW Johann Ungersböck fügt hinzu: "Die heutige Übung ist sehr gut verlaufen, Brandschutzgruppe und Feuerwehr haben perfekte Arbeit geleistet. Und trotzdem hoffe ich natürlich, dass der Ernstfall niemals eintreten wird."

 

Bildtext
Bild 1 v.l.: Ing. Manuel Ungersböck, Brandschutzbeauftragter DGKP Karl Luegger, Kaufm. Direktor Dipl.KH-BW Johann Ungersböck, Kommandant HBI Mario Lukas, Kommandant-Stellvertreter OBI Paul Pilshofer.
Bild 2: Feuerwehr und Klinikum sind für den Ernstfall bestens gerüstet

Medienkontakt
Irmgard Ebner
Landesklinikum Neunkirchen
Tel.: +43 (0)2635 9004-17001
E-Mail: irmgard.ebner@neunkirchen.lknoe.at